Lötkolben oder Lötstation gehören zu den logischerweise am meisten gebrauchten und unverzichtbaren Werkzeugen beim Verstärkerbau.
Für kleine Lötungen vor allem bei Printplatten / gedruckten Schaltungen ist eine kleine Spitze und eine Leistung von 20-30 W ausreichend.
Wenn dicke Heizleitungen oder andere Kabel an Röhrensockel oder Trafoanschlüsse gelötet werden müssen, sind 50 W meist kein Luxus, sondern nur so gelingen optisch, elektrisch und mechanisch einwandfreie Verbindungen.
Wenn die Leistung nicht ausreicht wird nur “angepappt” und nicht wirklich sauber gelötet.
Für den Gelegenheitsbastler oder zur schnellen Reparatur reicht ein guter Handlötkolben, in der Hobbywerkstatt sollte es schon meiner Meinung nach eine regelbare Lötstation sein, diese gibt es in allen erdenklichen Preislagen.
Einfache Regelungen wirken nur wie ein “Dimmer” sprich man nimmt nur die Heizleistung zurück. Daher bei längeren Lötpausen unbedingt ausschalten, der Stromrechnung und der Haltbarkeit des Heizelementes und der Lötspitze zuliebe.
Besser, aber teurer sind Lötstationen mit Digitaldisplay und Temperaturvorwahl, einige zeigen sogar Soll und Ist-Wert auf zwei Displays. Das hat den Vorteil, dass die Spitze und das Heizelement nicht so stark belastet werden, vor allem in den Arbeitspausen.
Wer mobil sein will, für den gibt es auch Gaslötkolben usw…
Die Lötspitze immer sauber und gut verzinnt halten, sonst nimmt diese irgendwann kein Lot mehr an.
Im Verstärkerbau bitte auch kein Lötfett usw. verwenden! Die Säure greift auf Dauer Kontaktflächen und Bauelemente an und/oder führt zu Kriechströmen.
Saubere Flächen und das in einem guten Elektroniklötdraht enthaltene Flussmittel reichen wirklich aus.