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Fassungen für die Röhren (oft fälschlicherweise auch als Röhrensockel bezeichnet - denn der Sockel ist an der Röhre) sind ein wichtiges Bauteil des Verstärkers.

Diese müssen sichere Kontaktgabe gewährleisten, sollen auf dem Gerät gut aussehen, und müssen der dauerhaften Hitze-Einwirkung insbesondere bei Gleichrichter- und Endröhren jahrelang standhalten können.

Es wird unterschieden zwischen der Sockelart, z.B. Oktalsockel (EL34) oder Miniatursockel (EC92) oder Novalsockel (ECC8x Serie und EL84 EM84 usw),sowie zwischen Print- und Chassismontage.

Printmontage kommt bei allen meinen Projekten nicht in Frage. Ich wähle Chassismontage mit losem Ring, so kann man die Röhrenfassung von oben oder unten in der Frontplatte befestigen. Für die Ausschnitte verwendet man am besten Hartmetall-Lochsägen mit einzelnen festen Durchmessern , Zentrierbohrer und mit gehärteten Schneiden. Bitte keine "Universal-Lochsäge" aus dem Baumarkt 5 Euro Sortiment nehmen. Die Löcher werden unpräzise und ruck-zuck ist die Frontplatte dahin, und wenns nicht passt und dann nicht ausschaut ärgert man sich nur.

Der Isolierkörper sollte aufgrund der erwähnten Hitzebelastung aus Keramik sein. Preßstoff- oder Epoxyfassungen empfehlen sich eigentlich garnicht, allein schon wegen der Optik. Und wenn schon im Notfall, dann allerhöchstens für die Vorstufenröhren, diese werden nicht so heiß wie Gleichrichter- oder Endröhren.

Standardfassungen sind auch kein großer Kostenpunkt, ca. 2-3 Euro sind für eine Keramik-Noval-Fassung anzusetzen.

Wers mag, kann auch Fassungen mit vergoldeten Kontakten oder Ringen nehmen, oder den Ring selbst vergolden, z.B. mit einem handelsüblichen Handgalvanisier-Set.


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